TV-Geräte: Elektromärkte schummeln beim Stromverbrauch

In unserem Nachbarland Deutschland hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat positive Urteile gegen fünf Niederlassungen der Media Markt- beziehungsweise Saturn-Kette wegen fehlerhafter Energiekennzeichnung von Fernsehgeräten erwirkt. Die Verbraucherschützer bemängelten die fehlerhafte Darstellungsweise des Stromverbrauchs in Werbebeilagen der Märkte in Mainz, Wiesbaden, Alzey und Bischofsheim. Das Mainzer Landgericht gab der Verbraucherzentrale Recht und verpflichtete Media Markt und Saturn in den noch nicht rechtskräftigen Urteilen zur Unterlassung. Die Angaben zum Energieverbrauch sieht das Gericht als wesentlich für die Kaufentscheidung der Verbraucher an. Eine falsche Darstellung zum Energieverbrauch stellt deswegen eine zu unterlassende Irreführung dar.

Für Fernsehgeräte hatten die Media- und Saturn-Märkte unter der Angabe “Energieverbrauch im Betrieb” wiederholt die technischen Werte zur Leistungsaufnahme in der Einheit Watt abdrucken lassen. Der Stromverbrauch pro Jahr wird jedoch auch bei Fernsehern in Kilowattstunden angegeben, nicht in Watt. Andernfalls können sich Verbraucher keinen Überblick über die Stromkosten der Geräte verschaffen. Der reale Verbrauchswert in Kilowattstunden ist bei Fernsehgeräten außerdem deutlich höher als der Wert in Watt.

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